Scharf sehen ohne Brille

Beseitigung des wichtigsten Risikofaktors für die Schädigung des Sehnervs

Senkung des Augeninnendrucks (IOD)

Ein Glaukom (Grüner Star) ist eine chronische Augenerkrankung, bei welcher der Sehnerv meist durch erhöhten Augeninnendruck geschädigt wird. Die Erkrankung verläuft schleichend, bleibt oft lange unbemerkt und kann unbehandelt zur Erblindung führen.

Bei der Glaukombehandlung gibt es eine klare therapeutische Reihenfolge, die sich am Grad der vorliegenden Erkrankung orientiert. Massive operative Eingriffe kommen erst dann zum Einsatz, wenn andere Maßnahmen den Augeninnendruck nicht ausreichend kontrollieren oder eine schnelle Drucksenkung nötig ist.

Der große Vorteil für Sie bei uns: 

Wenn z. B. die Behandlung mit Augentropfen nicht so erfolgreich ist wie gewünscht, verfügen wir über die Möglichkeiten, Sie auf höchstem Niveau und ambulant weiter zu behandeln und die nächsten Schritte vorzunehmen.

Die gängigen Therapieansätze umfassen

um den Augeninnendruck dauerhaft zu senken und das Fortschreiten der Krankheit zu verlangsamen.

I. Drucksenkende Augentropfen

Der Augeninnendruck (IOD) entsteht durch ein Gleichgewicht zwischen Produktion und Abfluss des sogenannten Kammerwassers (eine klare Flüssigkeit im Auge, die Nährstoffe transportiert und die Form stabil hält).

Wenn dieses Gleichgewicht gestört ist — meist, weil das Kammerwasser nicht richtig abfließt — steigt der Druck an und kann den Sehnerv schädigen.

Augentropfen setzen genau an diesen Mechanismen an und sind meist erste Wahl bei einer Therapie des Glaukoms. Ziel ist die Drucksenkung durch reduzierte Kammerwasserproduktion oder verbesserten Abfluss. Augentropfen gegen Glaukom senken den Augeninnendruck, indem sie

  • die Produktion des Kammerwassers verringern,
  • den Abfluss verbessern,
    oder eine Kombination beider Wirkungen haben.

Drucksenkende Augentropfen sind die Hauptsäule der Glaukombehandlung und können das Fortschreiten der Erkrankung effektiv aufhalten, wenn sie konsequent und dauerhaft angewendet werden. Aber nicht immer reicht die Behandlung mit drucksenkenden Augentropfen und es werden weitere Schritte bei der Behandlung eines Glaukoms notwendig wie z. B. eine Laserbehandlung. Dies ist der Fall bei folgenden Ergebnissen:

  • Unzureichende Drucksenkung
  • Unverträglichkeit / Nebenwirkungen
  • Schlechte Therapietreue (häufig in der Praxis!)
  • Fortschreiten der Schädigung trotz Tropfen

Mechanismus der verschiedenen Tropfenarten

II. Ausgewählte Laserbehandlungen

Laserbehandlungen spielen in der modernen Glaukomtherapie eine wichtige Rolle, da sie schonend, effektiv und meist ambulant durchführbar sind. Besonders die Selektive Lasertrabekuloplastik (SLT) hat sich als zentraler Baustein etabliert. Sie verbessert den Abfluss des Kammerwassers über das Trabekelwerk, ohne das Gewebe zu beschädigen, und kann sowohl als Ersttherapie als auch als Ergänzung zu Augentropfen eingesetzt werden.

In modernen Leitlinien wird SLT sogar gleichwertig zu Tropfen als erstlinige Therapie angesehen.

Selektive Lasertrabekuloplastik (SLT)

Wenn die Behandlung mit drucksenkenden Augentropfen nicht (mehr) zum gewünschten Erfolg führt, dann kommt im zweiten Schritt meist eine lasergestützte Behandlungsmethode zum Einsatz: die selektive Lasertrabekuloplastik (kurz SLT) ist ein minimalinvasives laserchirurgisches Verfahren, das zur Behandlung des Glaukoms (Grüner Star) eingesetzt wird.

  • Als Alternative zu Tropfen,
  • als Ergänzung, wenn Tropfen nicht (mehr) reichen,
  • wenn Tropfen nicht vertragen werden,
  • wenn die Tropfenlast reduziert werden soll.

Das Ziel der Lasertrabekuloplastik ist es, den Abfluss des Kammerwassers im Auge zu verbessern, um dadurch den erhöhten Augeninnendruck (IOD) zu senken, denn ein dauerhaft erhöhter Augeninnendruck ist der wichtigste Risikofaktor für eine Schädigung des Sehnervs beim Glaukom.

Wie funktioniert’s?

Im vorderen Teil des Auges, dem Kammerwinkel, befindet sich das sogenannte Trabekelwerk – ein schwammartiges Gewebe, durch welches das Kammerwasser aus dem Auge abfließt. Bei einem Glaukom ist dieser Abfluss oft behindert.

Bei der Lasertrabekuloplastik werden nun mit einem speziellen Laser gezielte Lichtimpulse auf dieses Trabekelwerk gerichtet. Dadurch wird eine biologische Reaktion ausgelöst:

  • die Durchlässigkeit des Gewebes verbessert,
  • die Abflusskanäle öffnet bzw. stimuliert,
  • und somit den Augeninnendruck senkt.

Was bringt’s?

Die selektive Lasertrabekuloplastik zeigt sich in der Praxis als wirksame, schonende Methode zur Senkung des Augeninnendrucks.

Der Augeninnendruck sinkt in der Regel innerhalb von Tagen bis Wochen. Etwa 70–80 % der Patienten sprechen gut darauf an, mit einer Wirkung über mehrere Jahre hinweg. Nebenwirkungen sind meist gering.

Sie eignet sich besonders als Ergänzung oder Alternative zu Tropfen und kann bei Bedarf wiederholt werden.

Insgesamt ist die LTP sehr sicher. Mögliche und meist vorübergehende Nebenwirkungen können die folgenden sein:

  • kurzzeitiger Anstieg des Augeninnendrucks,
  • leichtes Brennen, Rötung, Fremdkörpergefühl,
  • vorübergehendes Verschwommensehen.

Die Lasertrabekuloplastik ist somit eine schonende, ambulante Behandlungsmethode beim Glaukom, die den Abfluss des Kammerwassers verbessert und so den Augeninnendruck senkt – ohne Schnitt, Narkose oder längere Heilungszeit.

III. Weiterreichende Operationen beim Glaukom

Wenn drucksenkende Augentropfen und die selektive Lasertrabekuloplastik (SLT) nicht den gewünschten Erfolg bringen und/oder die Sehnervschädigung weiter fortschreitet, stehen mehrere bewährte operative Verfahren zur Verfügung. Diese Eingriffe zielen darauf ab, den Abfluss des Kammerwassers dauerhaft zu verbessern oder dessen Produktion zu reduzieren, um so den Augeninnendruck effektiv zu senken und eine weitere Schädigung des Sehnervs zu verhindern.

Minimalinvasive Glaukomchirurgie (MIGS)

Neben der SLT bietet die minimalinvasive Glaukomchirurgie (MIGS) eine weitere moderne Möglichkeit, den Augeninnendruck mit möglichst geringem Risiko zu senken.

Während SLT die Funktion des natürlichen Abflusses stimuliert, setzen MIGS-Verfahren auf mikrochirurgische Implantate oder gezielte Abflussoptimierungen. Beide Methoden schließen die Lücke zwischen medikamentöser Behandlung und umfangreicheren Operationen und ermöglichen so eine individuell abgestimmte, stufenweise Glaukomtherapie.

Die minimalinvasive Glaukomchirurgie umfasst eine Reihe moderner, besonders schonender Eingriffe, die den Abfluss des Kammerwassers verbessern und so den Augeninnendruck senken. Diese Verfahren arbeiten mit sehr kleinen Implantaten oder feinsten mikrochirurgischen Instrumenten, die über winzige Zugänge in das Auge eingebracht werden. Dabei bleiben die natürlichen Gewebestrukturen weitgehend erhalten, was die Heilungszeit deutlich verkürzt und das Risiko für Komplikationen im Vergleich zu klassischen Operationen reduziert. MIGS eignet sich vor allem für Patienten mit einem leichten bis moderaten Offenwinkelglaukom und wird häufig in Kombination mit einer Kataraktoperation durchgeführt. Dies ermöglicht, im Rahmen eines einzigen Eingriffs sowohl die Sehqualität durch den Linsentausch zu verbessern als auch den Augeninnendruck langfristig zu stabilisieren.

In den Behandlungsablauf beim Glaukom sind MIGS als Zwischenstufe zwischen konservativer Therapie und weiterreichenden Operationen einzuordnen. Nach der Erstbehandlung mit drucksenkenden Augentropfen oder einer selektiven Lasertrabekuloplastik (SLT) kommen MIGS zum Einsatz, wenn der gewünschte Ziel­druck nicht erreicht wird oder eine zusätzliche Entlastung des Auges notwendig ist. Durch ihr günstiges Sicherheitsprofil sind sie eine attraktive Option, bevor auf umfangreichere Eingriffe wie Trabekulektomie oder Drainage-Implantate zurückgegriffen wird. MIGS ermöglichen so eine effektive Drucksenkung bei vergleichsweise geringem Eingriffsrisiko und sind heute ein wichtiger Baustein in der modernen, stufenweisen Glaukombehandlung.

Trabekulektomie

Die Trabekulektomie gilt seit vielen Jahren als Standardoperation bei einem fortgeschrittenen Glaukom. Dabei wird unter dem Oberlid ein kleiner künstlicher Abflusskanal angelegt, über den das Kammerwasser kontrolliert nach außen unter die Bindehaut abfließen kann. Es bildet sich ein sogenanntes Sickerkissen, das als neuer Abflussweg dient. Die Operation ermöglicht in den meisten Fällen eine deutliche und langfristige Senkung des Augeninnendrucks und kann den Bedarf an Tropfen erheblich reduzieren. Zu den möglichen Nebenwirkungen gehören Infektionen, Vernarbungen oder eine vorübergehende Sehminderung; selten kann der Augeninnendruck zu stark absinken.

Ultima Ratio: Eingriffe am Ziliarkörper (Strahlenkörper)

In den meisten Fällen lässt sich der Druck durch Augentropfen, Laserbehandlungen oder andere Operationen gut kontrollieren. Wenn jedoch all die weiter oben aufgeführten Maßnahmen nicht ausreichen, den Augeninnendruck auf ein verträgliches Niveau zu senken, kann als letztes therapeutisches Mittel eine sogenannte Zyklophotokoagulation eingesetzt werden. Dies ist eine lasergestützte Operation am Ziliarkörper. 

Der Ziliarkörper ist ein wichtiger Teil des Auges, der direkt hinter der Iris (der farbigen Regenbogenhaut) liegt. Er hat zwei zentrale Aufgaben: Zum einen produziert er das Kammerwasser, zum anderen steuert er die Akkommodation, also die Fähigkeit des Auges, zwischen nahen und fernen Objekten scharfzustellen – ähnlich wie der Autofokus einer Kamera.

Bei der Zyklophotokoagulation wird ein spezieller Laser verwendet, um bestimmte Bereiche des Ziliarkörpers gezielt zu veröden. Dadurch produziert er in der Folge weniger Kammerwasser, was die nachhaltige Senkung des Augeninnendrucks zum Ziel hat. Der Eingriff kann von außen durch die Augenwand oder von innen mit einer feinen Sonde durchgeführt werden. Für den Patienten ist er meist nicht schmerzhaft, wird ambulant durchgeführt und dauert nur wenige Minuten. Allerdings ist die Methode sehr wirkungsvoll und wird deshalb nur angewendet, wenn andere Optionen nicht ausreichend sind, da sie den Ziliarkörper dauerhaft beeinflusst.

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