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Grüner Star (Glaukom)

Definition und Symptome

Ein Glaukom („Grüner Star“) ist eine Augenerkrankung, die meist mit einem erhöhten Augeninnendruck einhergeht. Ursache dafür ist eine Behinderung des Abflusses des Kammerwassers. Als Folge des erhöhten Augeninnendrucks entstehen irreversible Schädigungen von Nervenfasern. 

Das Glaukom ist weltweit eine der häufigsten Erblindungsursachen. Etwa 50 % der Glaukompatienten wissen nicht, dass sie am Glaukom erkrankt sind. Darum ist eine regelmäßige Vorsorge extrem wichtig!

Glaukompapille | Durch einen individuell erhöhten Augeninnendruck gehen am Sehnerven Nervenfasern zugrunde. Der Sehnerv erscheint ausgehöhlt und die dort befindlichen Blutgefäße werden an den Rand der Eintrittspforte des Sehnerven gedrängt. Im Bild ist ein hochgradig geschädigter Sehnerv abgebildet.

Ursachen

Bei einem Glaukom, dem sog. „grünen Star“, wird im Ziliarkörper des Auges mehr Flüssigkeit (Kammerwasser) produziert als abfließen kann. Daraus resultiert eine krankhafte Erhöhung des Augeninnendrucks, verbunden mit einer zunehmenden Schädigung des Sehnervs, welche irreparabel ist.

Bei unzureichender Therapie kann sogar eine Erblindung resultieren. Ein Glaukom macht zunächst keine Beschwerden. Beim Auftreten von Symptomen besteht bereits oft eine ernstzunehmende Gewebeschädigung vor.

Vorsorge 

Bis zum Erreichen des 60. Lebensjahres empfehlen wir eine Kontrolluntersuchung alle zwei Jahre, ab dem 60. Lebensjahr jährlich.

Hierbei ist die Betrachtung des Sehnervenkopfes mittels Funduskopie sowie eine Augeninnendruckmessung essentiell. Empfehlenswert ist ferner eine Netzhautfotografie zur Dokumentation (Optos) des Befundes sowie eine Sehnervenkopfanalyse mittels Papillen-OCT und Messung der Ganglienzelldichte als Früherkennungsmarker.

Diagnostik

Bei einem Glaukomverdacht oder Auffälligkeiten des Sehnervenkopfes sollten weitere Untersuchungen erfolgen, die zur Diagnose führen (Papillen-OCT, Ganglienzellanalyse, Perimetrie, Pachymetrie der Hornhaut).

Alle innovativen Diagnostik-Geräte stehen bei uns zur Verfügung!

Therapie

Bei Vorliegen eines Grünen Stars, wird normalerweise mit einer medikamentösen Therapie in Form von Augentropfen begonnen. Je nach Wirkweise des Medikamentes wird die Kammerwasserbildung reduziert bzw. der Kammerwasserabfluss verbessert.

Innovative Laserverfahren, die wir Ihnen ebenfalls anbieten können, verbessern den Abfluss des Kammerwassers und können auch als Alternative zur herkömmlichen Augentropfen-Therapie dienen. Hierbei hat sich das Verfahren der selektiven Lasertrabekuloplastik (SLT). etabliert.

Eine weitere Möglichkeit der Senkung des Augeninnendrucks ist die Reduktion der Kammerwasserproduktion durch Verödung des Kammerwasser produzierenden Ciliarkörpers mittels Cyclophotokoagulation.

Bei Sonderformen des grünen Stares liegt eine sehr starke Abflusstörung des Kammerwassers vor (Engwinkelglaukom), sodass hier eine kleine Eröffnung der Regenbogenhaut in der Peripherie mittels Laser erforderlich werden kann (YAG-Iridotomie).

Falls durch eine medikamentöse Therapie (Augentropfen) oder Laserbehandlung keine ausreichende Senkung des Augeninnendrucks erzielt werden kann, besteht unter Umständen die Notwendigkeit einer mikrochirurgischen Operation des Grünen Stars. Hier stehen uns etablierte OP-Verfahren wie die Trabekulektomie zur Verfügung, bei der ein künstlicher Abfluss zwischen der Augenvorderkammer im Inneren des Auges unter die Bindehaut nach außen in ein operativ präpariertes Sickerkissen geschaffen wird. Außerdem zählen zu unserem Leistungsspektrum auch moderne, kathetergestützte OP-Verfahren, wie die sog. Kanaloplastik.

Ihr kurzer Draht zu uns

Ganz gleich, ob Sie ein Erstgespräch wünschen oder Informationen zu einer ambulanten Augenoperationen wie z. B. Katarakt, Glaukom, Augenlaser, Multifokallinsen, ICL / Artisan, Lid-Korrekturen oder die Behandlung einer Makula-Degeneration benötigen - Sie sind hier genau richtig. Setzen Sie sich einfach mit uns in Verbindung.

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