Augentagesklinik Oranienburg

Therapie der AMD (altersabhängigen Makuladegeneration)

Die intravitreale operative Medikamenteneingabe (IVOM) erfolgt in den Glaskörper des Auges und zählt zu den minimal-invasiven Verfahren.
Der Glaskörperraum wirkt hier als Medikamentenreservoir und gibt über mehrere Wochen lang durchgehend etwas von dem injizierten Wirkstoff an die Aderhaut und Netzhaut ab. Dadurch ergibt sich eine direkte Therapiemöglichkeit retinaler Erkrankungen, wie z. B. der feuchten altersbedingten Makuladegeneration (AMD).

Neuartige Medikamente, sogenannte VEGF-Hemmer, bestehen aus Antikörpern und können das Gefäßwachstum eindämmen als auch die Störung der Blut-Netzhaut-Schranke verringern. Sie werden u. a. zur Behandlung der feuchten AMD seit mehreren Jahren erfolgreich eingesetzt, bei der unter der Netzhautmitte (Makula) neue krankhafte Blutgefäße entstehen. Dort ist die Schranke zwischen Blutgefäßen und Netzhaut gestört. Infolgedessen tritt Flüssigkeit und häufig auch Blut unter und in die Netzhaut aus. Hierdurch kommt es zu einer erheblichen Abnahme der zentralen Sehschärfe.

Die Indikation zur Behandlung mit VEGF-Hemmern wird mit Hilfe einer Fluoreszenzangiographie (Farbstoffuntersuchung des Auges) gestellt.
Entsprechend den Empfehlungen in der Fachliteratur und der Deutschen Ophthalmologischen Gesellschaft sowie den wissenschaftlich bestätigten Ergebnissen klinischer Studien erfolgt die Behandlung mit VEGF-Hemmern (s. Lucentis® - Ranibizumab) am Auge als intravitreale operative Medikamenteneingabe nach örtlicher Betäubung unter sterilen Bedingungen. Zu Beginn der Therapie erfolgt eine Serie von drei Injektionen in monatlichem Abstand, weitere Behandlungen hängen vom individuellen Verlauf und Ansprechen ab.

Am Tag nach der Injektion muss sich der Patient zur Nachkontrolle bei seinem behandelnden Augenarzt vorstellen. Weiterhin finden regelmäßige Kontrolluntersuchungen zur Überwachung des Heilverlaufs und der Behandlungsergebnisse statt.   

Blutung bei feuchter Makuladegeneration
Blutung bei feuchter Makuladegeneration